Große Aufregung, weil Bill Gates die Klima-Katastrophe relativiert - obwohl er lediglich Selbstverständlichkeiten äußert
... und weitere unbequeme Wahrheiten über die globale Erwärmung
+++++ Vorweg: 3 Klima-Fundstücke +++++
Climate Centrals “Plagiat-Affäre”: Ende Oktober 2025 wurde bekannt: Die NGO Climate Central, die jährlich Milliardenschäden durch Wetterkatastrophen tabelliert, soll die Zahlen von der Versicherung Gallagher Re kopiert haben – ohne Peer-Review oder eigene Methodik.
Climate Centrals Berichte werden stets von großen Medien übernommen. Jetzt gibt es Streit: Sind die von Climate Central publizierten Daten ein Skandal oder ein harmloser Daten-Import?
Es geht um Geld – Climate Central profitiert von Alarmismus, und Kritiker sehen den Vorgang als Beweis für die “grüne Industrie”.
Mal wieder wurde eine Klima-Übertreibung entlarvt - dachte ich bei dieser Studie spontan. Doch ich habe mich anscheinend geirrt.
Voortman et al. behaupten: Aus mehr als 200 Pegelreihen weltweit lasse sich eine statistisch signifikante Beschleunigung des Meeresspiegelanstiegs nicht ableiten (die immer öfter konstatiert wird) - also “keine Beschleunigung”.
Nun aber zeigt eine Gegen-Analyse: Voortman et al. fänden keine Beschleunigung, weil ihre Statistik sie wegkorrigiere, ihr Resultat beruhe auf methodischen Fehlern. Zudem blenden die Autoren die Satelliten-Altimetrie seit 1993 aus, die auf globale Beschleunigung des mittleren Meeresspiegelanstiegs hindeutet.

Credit: NOAA Die weltweite Getreideproduktion und Getreidevorräte werden dieses Jahr wohl erneut Rekorde brechen. Ein Grund, warum die Bezeichnung “Klimakrise” sich nicht eignet, die sich auf lange Sicht verschärfenden Umweltrisiken durch die globale Erwärmung zu beschreiben.
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Große Aufregung, weil Bill Gates die Klima-Katastrophe relativiert - obwohl er nur Selbstverständlichkeiten äußert
Microsoft-Gründer, Mäzen und Multimilliardär, Bill Gates hat in einem sehr lesenswerten Artikel die medial vorherrschende Katastrophisierung der globalen Erwärmung relativiert - und damit auch seinen eigenen schrillen Alarmismus zuvor. Sein Vorstoß sorgt für große Aufregung bei klimaaktivistischen Medien und Akteuren.
Gates erläutert “drei harte Wahrheiten”:
Wahrheit 1: Der Klimawandel ist ein ernstes Problem, aber er wird nicht das Ende der Zivilisation sein
Wahrheit 2: Die Temperatur ist nicht der beste Weg, um unseren Fortschritt beim Klima zu messen
Wahrheit 3: Gesundheit und Wohlstand sind die beste Verteidigung gegen den Klimawandel
Kurz erläutert, was Gates mit seinen “harten Wahrheiten” meint:
Gates betont, dass der Klimawandel bedeutende Herausforderungen mit sich bringt, aber die Menschheit durch Innovation und Anpassung weiter bestehen kann. Es sei ein lösbares Problem.
Statt sich nur auf die globale Temperaturerhöhung zu konzentrieren, sollten andere Indikatoren wie Emissionen oder Energieeffizienz im Vordergrund stehen, die konkreter zeigten, wie effektiv Maßnahmen sind.
Wohlhabendere, gesündere Gesellschaften seien besser in der Lage, sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen (z. B. durch bessere Infrastruktur oder Zugang zu Ressourcen). Armutsbekämpfung und Bildung stärken die Resilienz gegenüber Klimafolgen.
Seine Grundaussage
Gates betont: Der Klimawandel ist ein ernstes Problem, aber es seien große Fortschritte erzielt worden. Staaten müssten Entwicklungen, die der Welt zu Netto-Null-Emissionen verhülfen, weiterhin fördern.
Indes: Es dürften dafür nicht wie bislang die Mittel für Gesundheit und Entwicklung gekürzt werden – Programme, die Menschen helfen, auch den Folgen des Klimawandels zu trotzen. Es sei an der Zeit, das menschliche Wohlergehen in den Mittelpunkt der Klimastrategien zu stellen.
Zentral sei zum Beispiel, Landwirtschaft und Gesundheitsversorgung in armen Ländern zu verbessern.
Weitere zentrale Aussagen von Gates in seinem Aufsatz:
Erwärmung: Bis 2100 liegt die Erwärmung im Vergleich zum 19. Jahrhundert nach aktuellen Szenarien eher bei 2–3 Grad (1,2 Grad sind bereits erreicht). Bis 2040 werde die Welt die Pariser Klimaziele verfehlen, weil der Energiebedarf stark wächst (v.a. durch Schwellen- und Entwicklungsländer). Mehr Energie hebt Wohlstand – ist also gut fürs Leben der Menschen –, kollidiert aber mit Klimaschutz, solange saubere Optionen fehlen.
Innovation: Sie bremse aber die Erwärmung deutlich – und könne den Rest schaffen. Zu erwartende technologische Durchbrüche bei Strom, Industrie, Landwirtschaft, Verkehr und Gebäuden dürften die verbleibenden - teureren - Bereiche dekarbonisieren.
Armut: Klimawandel trifft die Ärmsten am härtesten, ist für sie aber nicht das einzige oder größte Risiko – Armut und Krankheiten töten heute schon. Gates möchte deshalb das Menschenwohl priorisieren: Also Anstrengungen konzentrieren darauf, Armut und Krankheit zu mindern und Anpassung an Klimawandel-Folgen zu stärken (z. B. widerstandsfähige Infrastruktur, hitzetaugliche Systeme).
Subventionen: Finanzielle Mittel sollten Gates zufolge nach Kosten/Nutzen für Menschenleben priorisiert werden, während man parallel Energie-Innovation finanziert, die künftig klimaneutrale, bezahlbare Energie liefere.
Energie: In seinem Essay plädiert er für beschleunigte Innovationen in der Energiewirtschaft, insbesondere in sauberen Technologien wie Kernkraft, Solar, Wind, Wasserstoff und CO₂-Speicherung, um Emissionen zu reduzieren, ohne wirtschaftliches Wachstum in ärmeren Ländern zu bremsen.
Menschheitsziele: Er betont, dass Armutsbekämpfung und Klimaschutz Hand in Hand gehen müssten: Zugang zu erschwinglicher, sauberer Energie fördere Bildung, Gesundheit und Wirtschaftswachstum, was die Anpassung an Klimafolgen erleichtere.
Sein Fazit: Innovation und globale Zusammenarbeit seien der Schlüssel, um Klimawandel und Armut gleichzeitig zu bekämpfen.
Was Gates zuvor in seinem Buch schrieb (2021):
Bill Gates hatte bereits in seinem Klima-Buch von 2021 seinen Standpunkt zur Lösung des Klimaproblems erläutert, gab sich in Kapitel 1 des Buch allerdings äußerst alarmistisch in Sachen globale Erwärmung. Er scheint sich mittlerweile weiter eingearbeitet zu haben in die Klimawissenschaft.
Gleichwohl: Schon damals stellte er den Klimawandel als komplexes, aber lösbares Problem dar – mit Naturwissenschaft, Technologie und Ökonomie statt Verbotspolitik.
Zentral war schon in seinem Buch für ihn der weltweite Bedarf an billiger Energie; Klimaschutz lasse sich nicht verordnen, sondern müsse über bessere, günstigere Alternativen funktionieren.
Kernspaltung (Atomkraft) gilt Gates seit langem als einziges CO₂-freies, verlässlich skalierbares Grundlast-Rückgrat; neue, sicherere Reaktorkonzepte und Abfallrecycling befürwortet er.
Für „hoffnungslose“ (also auf lange Sicht CO2-intensive) Industrieprozesse (Zement, Stahl, Dünger) sah er schon damals CO2-Abscheidung CCS als realistische Option.
Gates kritisiert staatlichen Zwang und Umlenkung klassischer Entwicklungshilfe in Klimatöpfe; setzt stattdessen auf massive F&E-Investitionen und marktfähige Anreize.
Schon sein Buch von 2021 war ein Plädoyer für faktenbasierten Realismus statt dogmatischem Aktivismus – Fortschritt durch Erfindergeist, Skalierung und Kostenreduktion.
Ergänzend meine unbequemen Wahrheiten:
Ich denke, Gates Aufsatz ist nur der Anfang. In den nächsten Jahren sind beim Thema Klimawandel viele (krampfhafte) Wendungen hin zu wissenschaftsbasiertem Realismus zu erwarten, besonders in den großen Medien (die Gegenwehr dürfte allerdings heftig sein, es drohen Machtverluste).
Hier einige Wahrheiten, die bislang gerne bekämpft werden:
Worst-Case längst heruntergestuft: Die früher verbreiteten “höher als 5 °C-Szenarien” bis 2100 waren nie plausibel.
Wetter-Schäden hängen weitaus am meisten an Exposition und Verwundbarkeit, nicht am Klimawandel.
Gerade auf regionaler Ebene überlagert natürliche Variabilität oft den menschengemachten Klimatrend.
Soziale/berufliche Anreize in Politik, Wissenschaft und Medien begünstigen die Erzählung vom „existentiellen Risiko“; Abweichen kostet Reputation, Jobs und Fördergelder.
Energiewende braucht keine Apokalypse-Rhetorik: Es gibt gute Gründe für nicht fossile Energie, auch ohne Weltuntergangs-Narrativ; die Welt ist historisch ohnehin zu saubereren Technologien übergegangen (Holz → Kohle → Gas → Solar/Kernkraft).
Die berühmten „Kipppunkte“ werden politisch aufgeblasen.
Extreme Wetterereignisse taugen schlecht als Beweis für „klimabedingte Katastrophe”.
u.v.a.
Mehr zu diesen Themen in Kürze hier auf diesem Blog:
Doch die politischen Nutznießer des Alarmismus kämpfen bereits um Ihre Macht:
Beispiel: Der in den Massenmedien wohl meistzitierte und politisch einflussreichste Klimaforscher Michael E. Mann, ein für seine Aggressivität gefürchteter Wissenschaftler, behauptet anlässlich der Gates-Veröffentlichung: „Es gibt keine größere Bedrohung für Entwicklungsländer als die Klimakrise.“
Seine Behauptung ist in vielerlei Hinsicht zweifelhaft. Nicht nur, weil arme Eltern sich weltweit um Hunger, Armut, Krankheiten, Unsicherheit und mangelnde Bildung sorgen. Sondern beispielsweise auch, weil ihre Kinder jederzeit an einer leicht heilbaren Krankheit sterben könnten, ist ihre Priorität nicht eine Temperaturverringerung von ein paar Zehntelgrad innerhalb eines Jahrhunderts.
Wohlstand, Anpassung und technischer Fortschritt sind die wirksamere Klimastrategie als Apokalypse-Rhetorik.
Wohlgemerkt: Die Unsicherheiten des Wissens über das Klima schließen auch eine erneute Wendung zur Dramatisierung nicht aus - ein deutlich beschleunigter Klimawandel (für den es bislang allerdings keine robuste Datengrundlage gibt) könnte gesteigerten Alarmismus in der Zukunft gegebenenfalls legitimieren. Derzeit allerdings nicht; Bill Gates hat das verstanden. Axel Bojanowski





